Ein Rechtsstreit gehört unzweifelhaft zu den unerfreulicheren Dingen des Lebens. Dies umso mehr, wenn sich eine Auseinandersetzung mit dem Nachbarn, der Vermieterin, dem Kaufpartner oder gar innerhalb der Familie über lange Zeiträume hinzieht und die Fronten zunehmend verhärten. Kommt eine gütliche Einigung ohne Zuhilfenahme Dritter nicht mehr in Betracht, so wird es vielfach sinnvoll, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Mitunter erweist sich ein solcher Schritt schon deshalb als wohltuend, weil die Kommunikationswege nunmehr nicht mehr direkt, sondern über Dritte verlaufen.
Die Frage, welcher Rechtsanwalt für die eigene Situation empfehlenswert ist, lässt sich nicht allzu pauschal beantworten. Tipps aus dem Bekannten- und Freundeskreis erweisen sich oft als wenig hilfreich. So mag ein bestimmter Rechtsanwalt dem Kollegen aus dem Fußball- oder Tennisverein bei einer einfachen Rechtsstreitigkeit gut geholfen haben, obgleich er bei schwierigeren Problemen womöglich die Übersicht verloren hätte. Ohnehin werden Anwälte mitunter schlicht deswegen empfohlen, weil die Sekretärin attraktiv oder der Kaffee im Büro wohlschmeckend war.
Nicht unbedingt ein sicheres Auswahlkriterium ist ferner, wenn ein Anwalt sehr beliebt und hoch frequentiert ist. Zwar mag es einerseits für ihn sprechen, wenn er entsprechend viele Mandate an Land gezogen und vertreten hat. Andererseits steigert dies auch die Gefahr, dass der eigene Fall schon aus zeitlichen Gründen nicht so sorgfältig behandelt wird, wie es durch einen jüngeren, noch weithin unbekannten Kollegen geschehen würde, der erst seit kurzem sein Studium abgeschlossen hat.
Der Titel eines „Dr. iur.“ ist ein deutlich objektiveres Kriterium und zeigt dem potentiellen Mandanten an, dass der Rechtsanwalt Hamburg in seiner Ausbildung mutmaßlich deutlich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt hatte. Denn nur die besseren Juristen werden überhaupt zu einer Promotion zugelassen.