Unter einer Seniorenresidenz versteht man eine Unterkunft für das Wohnen im Alter. Wer sich für diese Wohnform entscheidet, kann sich auf komfortable Wohnverhältnisse mit speziellen, altersgerechten Dienstleistungen freuen. Allerdings erfordert das Wohnen in einer Seniorenresidenz auch ein gewisses finanzielles Polster, das über die üblichen Mietpreise weit hinausgeht.
Oft haben Interessenten für einen Platz in einer Seniorenresidenz schon viele Jahre vorher einen Vorvertrag mit dem Betreiber unterzeichnet. Beim Einzug wird dann ein endgültiger Vertrag geschlossen. Diese Vereinbarung beinhaltet neben dem eigentlichen Mietentgelt einschließlich der Neben- und Betriebskosten die Beschreibung aller Leistungen, die im Grundpreis inbegriffen sind. Dies sind in der Regel ein tägliches Mittagessen, die Reinigung der Wohnung in einem bestimmten Turnus, die Nutzung der Gemeinschaftseinrichtungen und die Teilnahme an Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Hauses. Meist ist auch ein Apothekenservice eingeschlossen. Daneben gibt es Wahlleistungen, die gesondert in Rechnung gestellt werden. Dazu gehören unter anderem hauswirtschaftliche Leistungen, Handwerkerdienste und ein Wäscheservice.
Es ist üblich, mit Abschluss des Wohnvertrages ein Wohndarlehen zu entrichten. Der Betrag richtet sich nach der Größe der Wohneinheit und wird über einen Treuhandvertrag verzinst.
Wohnen in einer Seniorenresidenz garantiert größtmögliche Individualität und Privatsphäre. Es gibt nur wenige Unterschiede zur bisherigen privaten Umgebung. Vertraute Möbel und Erinnerungsstücke können mitgebracht werden, an der Wohnung ist ein persönliches Klingelschild angebracht. In der Regel gibt es ein umfangreiches Angebot an Kulturveranstaltungen, Weiterbildungen und Kursen. Nichts erinnert an das Klischee eines Altenheimes. Ein Pflegedienst im Haus kümmert sich um Bewohner, deren Mobilität vorübergehend oder dauerhaft eingeschränkt ist.